Bundesamt für Landestopographie (Swisstopo)

Das Bundesamt tritt nicht mehr als Bundesamt auf, sondern mit einer «Firmenbezeichnung» und mit einem Logo unter dem Namen Swisstopo. Durch das Monopol der Landeskartenherstellung entwickelte zu einem eigentlichen Datensammlungs- und Produktionszentrum und konkurrenziert damit die Privatwirtschaft massiv.

 

 

Das ist Sache: Das Bundessamt für Landestopagraphie hat seine ursprüngliche Geschichte in der Erstellung von Landeskarten, insbesondere für militärische Zwecke. Vor Jahren wurde die eidgenössische Vermessungsdirektion in das Bundesamt integriert und hat nun die hoheitliche Aufgabe, die Aufsicht über die amtliche Vermessung auszuüben. Mit der Einführung von New Public Management wurde das Bundesamt für Landestopgraphie als Versuchsamt zu einem sogenannten FLAG-Amt. Dadurch bekam es ein Pauschalbudget und entwickelte zu einer eigentlichen Firma. Es tritt nicht mehr als Bundesamt auf, sondern mit einer «Firmenbezeichnung» und mit einem Logo unter dem Namen Swisstopo. Durch das Monopol der Landeskartenherstellung entwickelte sich das Amt mittels Quersubventionierungen und mit dem Vorwand der Geheimhaltung zu einem eigentlichen Datensammlungs- und Produktionszentrum und konkurrenziert damit die Privatwirtschaft so massiv; dass zum Beispiel der Kartenhersteller Kümmerly+Frey schliessen musste. Unter dem Label Swisstopo macht das Bundesamt für Landestopographie nun sogar Fernsehwerbung und sponsort OL-Läuferinnen und -Läufer.

 

Das finden wir problematisch: Das ein Bundesamt mit ursprünglich rein hoheitlichen oder militärischen Aufgaben sich unter dem Deckmantel eines FLAG-Amtes und einem speziellen Firmenlogo zu einem Amt entwickelt, das nicht mehr viel mit staatlichen Aufgaben zu tun hat und zwei Drittel seines Ertrages bundesextern generiert, ist stossend und ein Etikettenschwindel. Dass dabei die Privatwirtschaft durch die Quersubventionierung und die Vorteile, infolge der Datenherrschaft zum Teil ganz ausgeschaltet oder stark konkurrenziert wird, ist sehr störend. Zudem werden, falls grössere Aufträge überhaupt an Dritte ausgelagert werden, diese in sehr vielen Fällen ins Ausland vergeben.

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