BKW

Die BKW gehört zu 52 Prozent dem Kanton Bern. Sie verfügt über eine breite Struktur, die sowohl als Monopol die Stromversorgung des Kantons Bern, als auch durch Beteiligungen an Kraftwerken die Produktion und den Handel von Strom umfasst.

Das ist Sache: Die BKW gehört zu 52 Prozent dem Kanton Bern. Sie verfügt über eine breite Struktur, die sowohl als Monopol die Stromversorgung des Kantons Bern, als auch durch Beteiligungen an Kraftwerken die Produktion und den Handel von Strom umfasst. Der Stromtarif der BKW gehört zu den höchsten in der Schweiz und hat dem Unternehmen jahrelang gute Erträge beschert. Der Privatkunde und kleinere gewerbliche Kunden sind gezwungen, den Strom bei der BKW zu kaufen.Die BKW entwickelt sich, als Alternative zum nicht mehr rentierenden Stromgeschäft, seit einigen Jahren zum breit aufgestellten Dienstleister in Haus- und Energietechnik. Die BKW erwarb dank ihren Monopoleinnahmen mit der Stromversorgung seit 2014 insgesamt 61 Firmen für die laut Jahresabschluss 46 Mio CHF. bezahlt worden sind.

 

Das finden wir problematisch: Private gewerbliche Betriebe bezahlen ihrem Monopollieferanten BKW Strompreise, die nicht dem Wettbewerb ausgesetzt und damit in der Regel höher sind. Somit finanzieren sie indirekt ihren neuen Konkurrenten BKW, der dutzendweise Firmen aus der gewerblichen Mitte aufkauft: Damit wird eine normale Nachwuchsregelung mit viel Kapital verunmöglicht und die Monopolstellung wird zunehmend auch auf die Planungs- und Installationsbranche ausgedehnt. Es gibt bereits Fälle, bei denen die BKW sowohl die Planung als auch die Bauleistungen offeriert haben. Somit hat der neu konzipierte Konzern BKW alles Interesse, Planungs- und Ausführungsaufträge „im Haus zu behalten“ und nicht auszuschreiben. Der Zutritt der privaten Konkurrenz wird damit erschwert bis verunmöglicht. Die Standesregeln der unabhängigen Planung werden durch die „alles unter einem Dach“ – Politik verletzt. Konkretes Beispiel für diese Doppelrolle der BKW ist das Wasserkraftwerk Färdabach im Lötschental. Hier reichte gemäss Zeitung „Der Bund“ vom 20. Mai 2017 die BKW nicht nur eine Offerte für den Bau des Kraftwerks ein, sondern prüfte als Planungsfirma im Auftrag der Bauherrschaft auch gleich sämtliche Konkurrenzofferten.Von dieser Entwicklung ist nicht nur der Kanton Bern betroffen, mittlerweile wird die BKW zunehmend auch im Kanton Zürich aktiv und deshalb leidet auch dort das Gewerbe zunehmend unter diesem unfairen Wettbewerb.

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